Mezzanotte - Lieder einer Nacht - Ein szenisches Konzert
und Martin Bentz, Olaf Casimir, Jansen Folkers, Uwe Granitza, Edgar Herzog, Matthias Meusel
Arrangeur und Pianist: Lutz Krajenski
30. Oktober 2010
Beginn:
20.00 Uhr
Lutz Krajenski – Arrangeur und Pianist
Kontrabass: Olaf Casimir / Schlagzeug: Matthias Meusel / Klarinetten/Saxophon: Edgar Herzog / Posaune, Tuba, Gitarre: Uwe Granitza / Violine: Jansen Folkers / Violoncello: Martin Bentz
Was die Nacht nicht hat, das macht sie - Gespenster oder wenigstens Falter, tausendAugen und alle Katzen grau. Und dazu Lieder, selbstredend, für jede Schattenseite undStimmung passend, von sternenklar bis pechrabenschwarz. Sich unter all diesenGesängen und Geschichten zu entscheiden, wäre schon problematisch, noch dazuEntdeckungen zu machen, fast vergessene Schätze der Lied-, Song-, Chanson- undCanzone-Kultur neben den immergrünen Hits zu heben, scheint nahezu unmöglich.
Die Idee, ein abend- und schallplattenfüllendes Programm daraus zusammen-zustellen,hatte Ulrich Tukur schon vor geraumer Zeit. »Ich habe einfach herumgesucht«, meintUlrich Tukur, fast so, als hätte er keine 2000 einschlägigen Schellackplatten gesammeltund sich keine enorme Kenntnis der Materie angeeignet.»Die neuen Lieder habe ich mir alle beibringen müssen«, gesteht er, »vor allem diefranzösischen. Vecchio frack kannte ich früher noch nicht einmal, dabei war es eingroßer Erfolg für Domenico Modugno und vielleicht sein beliebtestes Lied in Italien.«Diese dramatische Liedgeschichte um den alten Selbstmörder im Frack gab schließlichden Anstoß zu Mezzanotte und zieht sich wie ein roter Faden durch das dazugehörigeBühnenprogramm.
Tatsächlich ist Mezzanotte ein Gemeinschaftswerk, bei dem jedoch Ulrich Tukur alsInterpret und Impresario ganz deutlich im Vordergrund steht. »Ich bin sehr froh, dass dieIdee und die Musik so gut zusammengekommen sind«, sagt der erklärte Nachtmensch.